Kykladen
Die Kykladen ist eine Inselgruppe in der südlichen Ägäis Griechenlands und bestehen aus über 200 größerer Inseln. Einige der Inseln sind so weit außerhalb, dass man sie einen eigenen Regionsnamen bekamen: die Sporaden, zu Deutsch "die Verstreuten".
Die Nördlichen Inseln der Sporaden umfassen etwa 135 Inselchen, die südlichen 170 Inseln, wobei die meisten gar nicht bewohnt sind. Die Bezeichnung stammt eigentlich aus der Antike. In dieser Zeit war vor allem die kleine Insel Delos bedeutend. Hier stand das Apollonheiligtum. In der griech. Mythologie war Dolos die Insel, auf der die Geliebte des Zeus Leta vor der eifersüchtigen Hera Zuflucht fand. Leto gebar Artemis und Apollon. Zahlreiche Kunstwerke schmückten Delos einst. Vor allem die Griechen pilgerten oft an diese Stätte um Apollon zu Ehren.
Auf der Insel Paros kann man eine der schönsten Kirchen Griechenlands bewundern. Besonders hier ist das Taufbecken aus Marmor. Schon im Altertum war die Insel durch ihr weißes Marmor weithin bekannt. Die vielen Klöster sind zumeist kleine Familienstiftungen und stehen heutzutage mehrheitlich leer, aber einige sind noch heute noch geistliche Stätten.
Die Insel Kea befindet sich in dem nördlichen Teil der Kykladen, recht nah am griechischen Festland nur etwa 60 km südöstlich von Athen. In der Antike war es die Insel der Denker und Dichter. Auch bedeutsam ist diese Insel für die archäologischen Funde aus der Jungsteinzeit und der Brondezeit. Die beeindruckenste Sehenswürdigkeit ist der Löwe von Kea. Im 6. Jahrhundert meißelte man aus dem harten Granit eine 6x3 m große Statue eines ruhenden Löwen in das Gestein.
Die Inselgruppe Santorin beschreibt ein kleines Archipel im Süden der Kykladen und ist etwa 120 km nördlich von Kreta gelegen. Die ringförmigen zehn Inseln liegen in einem Durchmesser von 16 km. Hier findet man allerlei Vulkangestein und seltene Gesteinsarten, wie Quarz oder Opal. Sehenswürdigkeiten sind vor allem die Ausgrabungsstätten in Alt-Thera und Akrotiri (letztere leider nicht mehr zu besichtigen) und die Steilküste von Fira nach la.
Auf Syros werden vor allem Gemüse, Oliven, Getreide und Wein angebaut. Daneben gibt es einen Werftbetrieb, der für die Wartung und Reparaturen von großen Schiffen zuständig ist. Bis auf den Norden gibt es überall vereinzelt Strände. Allerdings besuchen die Griechen diese Insel vornehmlich wegen der Spielcasinos. Syros Hafen war bis zur Fertigstellung des Kanals von Korinth der wichitgste und größte Handelshafen Griechenlands.